04. Oktober (Carport)

Carport – Teil 1

Unser 4. Jahr im neuen Zuhause ist angebrochen und es wird langsam Zeit, dass auch andere „Familienmitglieder“ ein schützendes Heim erhalten.

Nein, wir haben uns keine Haustiere zugelegt. Die Rede ist vom Auto, nicht umsonst oft als der Deutschen liebstes Kind bezeichnet.

Bereits in der Projektierungsphase des Hauses wurde ein entsprechendes Fleckchen auf dem Grundstück für einen Stellplatz eingeplant.

Ursprünglich sollte eine Doppelgarage, entweder gemauert oder als Fertigelement, errichtet werden. Doch wie das mit vielen Dingen so ist, die man über einen längeren Zeitraum und mit etwas Abstand betrachtet, ändert sich der Anspruch und die Vorstellungen.

Irgendwann erschien uns dann so ein 6 x 6 Meter großer Betonklotz einfach zu schwer und mächtig und unsere Sondierung ging in Richtung Carport. Natürlich wollten wir hier auch kein Standard Modell aus dem Baumarkt auf 6 Pfeilern und mit einem Dach aus PVC Wellplatten haben.

  • 3-seitig geschlossen aber trotzdem „leicht“ wirkend
  • ausreichend Platz für 2 Fahrzeuge
  • modern und zum Stil des Hauses passend
  • Späterer Einbau eines Sektionaltores möglich
  • Budget von max. 15.000€ sollte nicht überschritten werden

Leider war es nicht so leicht ein Objekt, welches unseren Vorstellungen entsprach zu finden. Doch nach vielen Monaten der Recherche im Internet war es wieder einmal Jana, welche mit dem Satz: „Das ist es!“ die Suche beendete. Selten waren wir uns bei unserem Bauvorhaben so einig. Umgehend wurde der Anbieter kontaktiert, eine individuell zugeschnittene Variante besprochen und sich über die Konditionen geeinigt.

Die Lieferung soll im Frühjahr 2018 und der Aufbau teilweise in Eigenleistung erfolgen. Das notwendige Fundament wollte ich aber auf alle Fälle noch vor der Frostperiode erstellen.

Leider hatte man den Aushub, welcher damals durch Streifenfundament und Bodenplatte vom Haus angefallen war, genau an jener Stelle aufgetürmt, an welcher nun der Carport entstehen sollte. Die Menge Erde, welche ich hier zwischen Juli und September abgetragen (und gesiebt) habe, schätze ich mal locker auf 15 m³. Klingt nicht viel, sind aber ca. 200 Schubkarren. Auf dem Bild unten sieht man den noch immer vorhandenen Erdhügel, welcher min. noch einmal das gleiche Volumen besitzt.

Das Bild rechts daneben zeigt die Menge an ausgesiebten Steinen.

Nachdem die Fläche endlich auf Straßenniveau abgetragen war, ging es an die eigentlichen Fundamentgräben. Mit jeweils 6.10m Länge, 0.3m Breite und 0.65m Tiefe (+ 0.12m bis zur Pflasteroberkannte) waren die Gräben nach der Schufterei mit dem Hügel ein Kinderspiel.

Auf den Rat unseres Elektrikers hörend, sollte im Carport eine separate Unterverteilung für alle Verbraucher im Außenbereich installiert werden. In diesem Zusammenhang wurden gleich mehrere Leerrohre unterhalb des Fundamentes eingelassen, welche später die Kabel für Beleuchtung, elektrisches Tor, Brunnenpumpe usw. aufnehmen können.

Natürlich müssen die 36qm Dachfläche auch entwässert werden. Idealer Weise gleich mit in unsere Zisterne. Gesagt getan, also wurde ein Anschluss an das bereits verlegte KG-Rohr hergestellt. Da das Bodenniveau teilweise unterhalb der späteren Fundamenthöhe lag und um einen ebenen, gleichmäßigen Abschluss zu erhalten, wurde oberhalb der Gräben noch eine Bretterschalung gesetzt.

Diese haben wir relativ kostengünstig aus Rauspund hergestellt. Man sollte unbedingt darauf achten, dass die Bretter auf beiden Seiten an ausreichend vielen Stellen mit Schraubzwingen oder durch Anker fixiert werden. So eine Menge Beton übt doch recht viel Druck auf die Wände aus.

Fertig mit der Schalung, konnten nun auch die laut Fundamentplan vorgeschrieben Baustahlmatten als Armierung eingebracht werden.

Und dann war es endlich soweit, um 8 Uhr am Morgen fuhr das große Mischfahrzeug mit 3.5m³ Fertigbeton vor. Die Augen vom Sohnemann leuchteten glücklich. Mit Bob dem Baumeister gibt man sich ja nun als Schulkind nicht mehr ab aber so ein richtiges „Männer“-Baufahrzeug macht schon was her. Und als er dann auch noch dabei helfen durfte den Beton abzuziehen war die Welt komplett in Ordnung.

Mein Blick dagegen, wechselte bis zum Schluss skeptisch zwischen dem sich langsam füllendem Graben und dem unablässig Beton speiendem Mischer hin und her. Geizig wie ich bin, hatte ich die benötigte Menge sehr knapp und mit wenig Spielraum kalkuliert. Aber alles ging gut und am Ende blieb noch ein halber Mörtelkübel übrig. Dieser Rest wurde gleich verwendet um den für das Entwässerungsrohr entfernten Randstein wieder an seiner ursprünglichen Position zu befestigen.

Mit diesen Bildern möchten wir uns auch für dieses Jahr von unseren treuen Lesern verabschieden und wünschen vorab ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins Jahr 2018.

Im Frühling melden wir uns dann pünktlich mit der Fortsetzung des Projektes „Carport“ zurück. 🙂

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04. Juni (Es grünt so grün…)

…in naher Zukunft – so hoffen wir zumindest.

Nach fast einem Jahr melden wir uns nun mit dem bereits im letzten Herbst begonnenen Projekt „Rasenfläche“ zurück. Die lange Pause resultierte lediglich daraus, dass wir euch nicht mit den doch sehr ermüdenden, kleinen Fortschritten langweilen wollten.

Rasen_01Im Oktober wurde damit begonnen, Spaten für Spaten, die später einmal insgesamt 600m² umfassende Rasenfläche zu bearbeiten.                                                   Durchaus der Tatsache bewusst, dass so ein Vorhaben allein nicht in wenigen Monaten umzusetzen ist, wurde auch ein Angebot für Entfernung/Abtransport der alten Grasnarbe, die Anfahrt neuer Muttererde, sowie Rollrasen angefordert.

Die dafür aufgerufenen Gesamtkosten, haben aber schnell zu der Entscheidung geführt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Frei nach dem Motto: „ Einen Rasenmäher muss ich kaufen, den Rasen kann ich selbst anlegen!“.

Rasen_02So wuchs die von Unkraut und Wildwuchs bereinigte Fläche bis zum Wintereinbruch stetig, und nach dem Ende der Frostperiode ging es dann nahtlos weiter. Bis Mitte Mai waren so immerhin ca. 150m² Erdreich vorbereitet.

Die letzten drei Wochenenden wurden dann genutzt, eine ca. 10cm hohe Deckschicht aus gesiebter Erde aufzubringen und auf ein einheitliches Höhenniveau zu bringen. Sehr nützliche Helfer waren dabei, das von mir bereits letztes Jahr günstig erstandene Rollsieb, sowie Rasenwalze und Abziehlehre aus der freundlichen Nachbarschaft.

Rasen_03          Rasen_04

Heute nun wurde die Fläche noch einmal mit einem Holzrechen bearbeitet, der Rasensamen aufgebracht und eingewalzt.

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Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich die mühevolle Vorarbeit gelohnt hat…

17. Juni (Update)

Jeden Morgen und Abend intensiv gewässert, zeigt sich nach 14 Tagen bereits ein intensiver grüner Teppich.

Auch der Anteil von ca. 20% Unkraut beunruhigt uns wenig und ist kein Grund gleich die „chemische Keule“ zu schwingen.

Wird der Rasen dichter und regelmäßig gemäht, verschwinden diese ungewollten Pflänzchen schnell von selbst. Hartneckigere Quälgeister, wie Löwenzahn oder Klee, müssen dann natürlich ausgestochen werden um eine Verbreitung zu verhindern.

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02. Juli (Dachentwässerung)

02. Juli (Dachentwässerung) Teil 2

Nachdem wir im letzten Herbst bereits zwei der insgesamt vier Fallrohre mittels KG-Rohr an die Zisterne angeschlossen hatten, sollte nun das Projekt “Dachentwässerung“ abgeschlossen werden.

20160501_151829Vorab waren wieder einmal Erdarbeiten nötig. In dem 80cm tiefen Graben auf der Giebelseite wurde das Elektro-Leerrohr, über welches später die Gartenbeleuchtung und die Pumpe mit Strom versorgt werden soll, verlegt. Um apätere Stemmarbeiten zu vermeiden, wurde dabei bereits in der Bauphase ein Stück Rohr für die Kabel vom Hauswirtschaftsraum durch die Bodenplatte nach außen geführt.

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Nun wurden die Gräben mit Sand verfüllt und die KG-Rohre verlegt.                             Neben dem Rohr für das Regenwasser, wurde dabei auch ein Versorgungsrohr zur Zisterne gelegt. In dieses kommt der Schlauch zur Pumpe und deren Stromversorgung. Sowohl Versorgungsrohr, als auch Elektroleerrohr enden in einem gemauerten Schacht (Bild o.r.), welcher neben dem Anschluss weiterer Verbraucher auch einen späteren Zugang für Wartungsarbeiten ermöglicht.

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20160703_103544Nach dem Setzen der Rasenkantensteine, konnten die restlichen Gabionen verfüllt werden, welche den Abschluss der Terrasse und einen Windschutz bilden. Oben rechts ist auch die Wasserentnahmestelle von der Zisterne zu sehen. Als Halterung für den Sonnenschirm eignet sich so eine 2,5 Tonnen schwere Steinmauer ebenfalls vorzüglich. Nun sieht die Terasse doch schon bedeutend einladender aus. 🙂

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15. Mai (Hausnummer)

15. Mai „Hausnummer“

15 Monate nach unserem Einzug ist mit der Demontage unseres provisorischen Briefkasten auch die darauf befindliche Hausnummer verschwunden.

HausnummerDa die Vergabe der Hausnummern sich in unserem Wohngebiet jeglicher Logik entzieht, musste hier schnell Abhilfe geschaffen werden. Wichtig für uns war, das die Nummer direkt von der „Hauptstraße“ gut gesehen werden kann und sich orts- unkundige nicht erst in unsere Sackgasse quälen müssen. Auch wenn böse Zungen behaupten unsere Nummer sei sogar von der ISS aus zu sehen, wir finden Sie hat mit 50cm genau die richtige Größe. 🙂

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22. März (Gabionen)

08. März „Der Frühling naht“

Die ersten Frühlingsboten künden vom Ende der kalten Jahreszeit und so mancher Sonnentag lädt bereits zu Arbeiten im Außenbereich ein.

Für 2016 steht die Einzäunung ganz oben auf dem Plan, und da Ostern einige Tage Urlaub angedacht sind, wäre das der ideale Zeitpunkt, um dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Also wurden Angebote eingeholt, Preise verhandelt und das benötigte Material bestellt.

19. März „Das erste Projekt 2016“

Zu Beginn der Planung stand wie so oft die Frage des Materials.                                               Was harmoniert mit unserem Baustil, was passt in unsere Budget und wie groß ist der Pflege-/Unterhaltungsaufwand einer stetig Wind und Wetter ausgesetzten Einfriedung.

Ein klassischer Holzzaun wurde durch die benötigte Pflege schnell von der Liste gestrichen und passte auch nicht wirklich in unsere Vorstellung einer modernen Grundstücksbegrenzung.

Metallzäune gibt es da schon in deutlich schickeren Varianten, welche verzinkt auch sehr resistent gegenüber den Witterungseinflüssen sind. Möchte man sich allerdings nicht mit einem schnöden Stabmattenzaun abgeben, sondern eine optisch ansprechendere, schmiedeeiserne Variante haben, kommt man bei den von uns benötigten 70 Metern schnell in einen fünfstelligen Preisbereich.

Als Fans mediteraner Gartengestaltung sind  wir dann auf Gabionen gestoßen.             Diese, mit Steinen gefüllten Drahtkörbe, sind in Südeuropa seit Jahrhunderten fester Bestandteil im Landschaftsbau und erfreuen sich seit einigen Jahren auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Gabionen sind vielfältig einsetzbar, wartungsarm und durch die Möglichkeit zum Selbstaufbau relativ kostengünstig.

Damit die 50cm tiefen Körbe unser Grundstück später nicht wie eine mittelalterliche Burganlage wirken lassen, haben wir uns für eine geringe Höhe (100cm) und eine regelmäßige Unterbrechung mit Buchenhecke entschieden. Hier fällt die Wahl auf Rotbuche, welche gegenüber der häufiger verbreiteten Hainbuche das Laub länger trägt und sich im Herbst durch eine sehr schöne gelbrote Färbung auszeichnet.

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Da jedes der 3 Meter langen Korbelemente mit Füllung ca. 2,5 Tonnen wiegt, wurde der Untergrund entsprechend von uns vorbereitet. Die Grasnarbe wurde entfernt, Kies bis auf Straßenniveau aufgefüllt und anschließend verdichtet. Gut das ich hier tatkräftige Unterstützung durch unseren kleinen Handwerker hatte.

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23. März „Anlieferung“

Heute wurde das Material geliefert. Etwas skeptisch, ob die Farbe der Steine auch wirklich der des Musters beim Baustoffhändler entspricht, wurden alle Bedenken bei Erscheinen des LKW zerstreut. Die zweite Lieferung erfolgte dann am frühen Nachmittag und ich muss gestehen, 52t Steine auf einem Haufen, sehen schon beeindruckend aus.

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03. April „Steine über Steine“

Pünktlich zum Beginn des Osterfestes wurde mit der Aufstellung der ersten Drahtkörbe begonnen. Dank vieler fleißiger Hände aus der Familie waren die ersten Gabionen auch schnell gefüllt. Bis zum letzten Stein hat es dann aber doch über eine Woche gedauert.

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Für die Statistiker unter euch haben wir natürlich auch noch ein paar Zahlen zum Projekt:

  • 26 Drahtkörbe wurden aufgebaut, je 2 immer direkt verbunden.
  • Jeder Korb hat ein Volumen von 0.75m³.
  • Das entspricht 1.2 Tonnen Füllmaterial pro Korb (ca. 7 – 8 Schubkarren), also insgesamt 31.2 Tonnen.
  • 52 Rotbuchen wurden zwischen den Gabionen gepflanzt.
  • 6 Körbe werden noch im Bereich der Terrasse installiert und das verbleibende Gestein (14 Tonnen) als Spritzschutz um das Haus eingebracht.

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Besonderer Dank gilt nun den Orthopäden und Physiotherapeuten, welche uns in den kommenden Wochen wieder zu einem aufrechten Gang verhelfen müssen. 😉

 

 

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31. Oktober (Dachentwässerung)

31. Oktober (Dachentwässerung) Teil 1

Hallo liebe Leser, bitte entschuldigt die längere Pause in unserem Bautagebuch.              Aber mit dem Einzug des Herbstes wird natürlich auch das Wetter immer unbeständiger und die Arbeiten zur Dachentwässerung gerieten durch so manches verregnete Wochenende immer wieder ins Stocken.

Begonnen wurde damit, das Fundament des Hauses an der Westseite freizulegen und einen Graben zur Zisterne auszuheben. Der Abstand zwischen Erdtank und dem am weitesten entfernten Fallrohr beträgt bei uns 20m, und unter Berücksichtigung von 2% Gefälle ergeben sich so 40 cm Höhendifferenz.

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Grundsätzlich sollte ja jegliches Wasser führendes Rohr im Außenbereich frostsicher verlegt werden, was in unseren Breiten ab ca. 80 cm Tiefe der Fall ist. Das hätte allerdings bedeutet die Zisterne noch einen Meter tiefer einzugraben und mit einer teuren Domschachtverlängerung arbeiten zu müssen.

Diese Punkte und die mehr als geringe Wahrscheinlichkeit, dass ein 100`er Rohr komplett zufriert (durch das Gefälle ist ja kein stehendes Wasser im Rohr) haben mich bewogen, auf die Empfehlung zu verzichten. Unser KG-Rohr liegt also lediglich in 10 – 50 cm Tiefe.

Wer die Ableitung seiner häuslichen Abwässer selbst plant, sollte es mit der Frostsicherheit allerdings sehr genau nehmen. Das Einfrieren eines dieser Rohre und ein Rückstau von Abwasser und Fäkalien ist wohl der Alptraum eines jeden Hausbesitzers.

Dachentwässerung_03Da die Rohre später im Bereich des Spritzschutzes (Kiestraufe) verlaufen sollen, setzte ich erst einmal weitere Rasenkantensteine. In diesen Graben wurde nun feiner Sand eingebracht, welcher die Rohre vor Beschädigungen durch Steine schützt. Nun noch eine Schicht Sand und eine Lage Unkrautvlies darüber, und im Frühjahr kann dann alles mit grauem Schotter aufgefüllt werden.

Eine kurze Info noch an alle Interessierten zum Thema Smart Home.                                   Ich habe an den „Schlechtwettertagen“ mit der Einrichtung und Programmierung unseres Home Servers und dem KNX-BUS begonnen. Hier werde ich spätestens zum Jahreswechsel einen ausführlichen Artikel in der Rubrik „Elektro“  online stellen.

Bis dahin wünschen wir allen Lesern noch einen schönen Herbst, drücken ganz fest die Daumen für eure Projekte und natürlich ein Happy Halloween!

Halloween

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24. August (Rigole)

11. August „Und wieder Erdarbeiten…“

Heute wurde mit den Arbeiten an der Rigole begonnen.

Die Versickerungsanlage ist an den Überlauf der Zisterne angeschlossen und soll überschüssiges Wasser vom Dach langsamer an das Erdreich abgeben.                               Wir haben uns hier für eine klassische Kies-Rigole entschieden. Dabei wird eine größere Menge grober Kies, z.B. mit der Körnung 16/32, in Filtervlies gepackt.                                 Das sogenannte Porenvolumen (Raum zwischen den Steinen) dient dabei als Zwischenspeicher. Der Filtervlies verhindert das Eindringen feinerer Partikel, welche irgendwann zur Versandung der Rigole führen würden.

Die Größe der Versickerungsanlage richtet sich dabei nach der zu entwässernden Fläche, den örtlichen Niederschlagswerten und den Bodenverhältnissen. In unserem Fall wurde die Anlage, bedingt durch den sehr saugfähigen Kiesboden mit 5m³ Volumen (ca. 8t Kies) relativ klein ausgelegt.

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Mit dem Spaten bewaffnet wurde ein 5m langer und 1m breiter Graben ausgehoben. Durch die Höhe des Überlaufes an der Zisterne musste eine Tiefe von 1.60m erreicht werden.

24. August „Fertigstellung“

Rigole_3Wieder einmal haben 8m³ Erde/Kies ihren Platz gewechselt und der Sommerurlaub geht zu Ende. Das Auskleiden der Baugrube mit dem Filtervlies ging dann aber relativ schnell und auch die Verfüllung war nach zwei Tagen erledigt. Auf den Bildern sieht man schön die einzelnen Arbeitsschritte bis zur Verlegung des (gelben) Drainagerohres und dem Anschluss an das Verbindungsrohr zur Zisterne.

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Rigole_8Zur Entlüftung und der Möglichkeit einer Reinigung ist am anderen Ende des Drainagerohres ein kleiner Wartungsschacht in Form eines vertikalen KG-Rohres vorgesehen. Der Kies ist eingepackt und die Grube kann auf das gewünschte Bodenniveau mit Erde angefüllt werden.  Das nächste Projekt wird der Anschluss der Fallrohre an die Zisterne sein.

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05. August (Zisterne)

28. Juni  „Der Anfang ist gemacht“

Das Runde gehört in das Eckige!                                                                                               Leider reden wir in unserem Fall nicht von Fußball, sondern vom Einbau des 4000 Liter fassenden Regenwasserspeichers. Unser „U-Boot“, welches bereits seit 4 Wochen im Garten vor Anker liegt, soll nun endlich im Erdreich verschwinden.

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Eingemessen war die 2 x 3m große Fläche schnell und die Grasnarbe mit dem Spaten abgetragen. Moment mal, Spaten? Ja, ihr habt richtig gelesen!                                            Meine Aussage: „Bagger sind was für Mädchen!“ und „Das bisschen Erde!“ sollte ich noch bereuen. Aber dazu später mehr.

Am Sonntagabend war dann die ca. 40-50cm starke Schicht Muttererde abgetragen und die ersten 30 Schubkarren hatten Ihren Weg aus der Baugrube gefunden.

05. Juli „Männerschmerzen“

Zisterne_03Bei brütender Hitze (37°C) ging es dieses Wochenende weiter. Unter der Muttererde kam eine etwa 30cm dicke Schicht grober Kies zum Vorschein, welche sich nur mit der Spitzhacke bearbeiten lies.                        Dann wurde der Kies glücklicher Weise feiner und konnte direkt mit der Schaufel aufgenommen werden. 120 Schubkarren später war auch dieses Wochenende rum.

Nun lag ich jammernd und stöhnend auf der Couch, bereit den Priester rufen zu lassen (Männerschmerzen eben).

11. Juli „Vom Winde verweht“

Dieses Wochenende wurde mit den Arbeiten am Projekt „Zisterne“ pausiert.              Während der orkanartige Sturm, welcher letzte Woche über Mitteldeutschland zog, bei uns keine Schäden hinterlassen hat, traf es das Grundstück meiner Mutti mit voller Wucht.

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Das Gartenhaus war nur noch ein Trümmerhaufen und diverse Bäume lagen entwurzelt kreuz und quer im Garten. So wurde unter Beteiligung der gesamten Familie ein Arbeitseinsatz zur Beseitigung der Sturmschäden gestartet.

26. Juli „Ausgrabungsstätte“

Der starke Regen am letzten Wochenende verschaffte mir eine weitere Verschnaufpause, verzögerte aber die Arbeiten natürlich auch.                                                                              Nun war der Muskelkater abgeklungen aber die Aussicht auf weitere 4m³ Kies, welche noch aus der Grube mussten, ließen nicht wirklich Vorfreude auf das Wochenende aufkommen. Egal, da muss man(n) eben durch und jetzt noch nach einem Bagger zu schreien, wäre gegen den Stolz.

Der Blick in die Baugrube erinnert ein wenig an die Ausgrabungen des Howard Carter, auch wenn die Aussicht auf unermessliche Schätze hier doch eher gering ist.

Zisterne_06Eine Stilblüte unseres Sohnes ist allerdings unbezahlbar. Er legte seine kleinen Hände immer wieder auf den Boden der Baugrube. Auf die Frage hin was er denn da macht, kam prompt die Antwort: „Aber Papa, in der Erde ist doch Feuer, und das ist gefährlich. Aber wir haben Glück, der Sand ist noch gar nicht warm.“ Was soll mit so einem umsichtigen Sicherheitsinspektor auf der Baustelle noch passieren?

02. August „In der Versenkung verschwunden“

Heute war es nun soweit, der Tank sollte mit vereinter Kraft in der Tiefe verschwinden. Der ursprüngliche Plan, die Zisterne mit 4 Helfern einfach abzuseilen stellte sich jedoch als deutlich schwieriger heraus als gedacht.

Zisterne_07Also wurden Bretter und eine Leiter über der Grube positioniert und der schwarze Koloss erst einmal darauf ausgerichtet. Leider rutschte ein Helfer dabei ab und viel in die 2.10m tiefe Öffnung. Wir hoffen, dass der Sturz ohne weitere Folgen für Knochen und Gelenke bleibt. Nach diesem Schrecken wurde der Boden der Baugrube wieder geebnet und mit weiterer Verstärkung das Ungetüm langsam herabgelassen.

Der Kraftakt ist gelungen, und wir sind dem Ziel zum perfektem Eigenheim einen weiteren Schritt näher gekommen.

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07. Juni (Terrasseneinfassung)

Gute 6 Wochen sind wir jetzt stolze Besitzer einer Holzterrasse.

Da der Rundblick beim abendlichen „open air“ Kaffee (tägliches Ritual bei schönem Wetter nach dem Essen) stets auf die noch fehlende Einfassung der Terrasse hinweist, sollte dieser Makel endlich beseitigt werden. Randsteine und Fertigbeton hatten wir ja bereits gekauft.

Terrasse_15So wurde Samstagmorgen der Spaten gezückt und das Erdreich um die Terrasse abgetragen. Dank der anhaltenden Trockenperiode, ging hier ohne Spitzhacke natürlich wieder einmal nichts. Trotz des äußerst widerspenstigen Bodens, konnte nach dem Mittag teilweise schon der Frostschutzkies eingebracht werden. Samstagabend waren dann auch bereits die ersten Rasenkantensteine gesetzt.

Sonntag ging es direkt nach dem Frühstück wieder ans Werk. Die Leerrohre zur späteren Aufnahme der Stromversorgung für die Terrassenbeleuchtung und die Pumpe der Zisterne waren zügig verlegt und die restlichen Randsteine gesetzt.

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Das nun entstandene Becken wurde ca. 10 Zentimeter mit Mutterboden aufgefüllt und anschließend mit Unkrautflies bedeckt.

2 Mörtelkübel, jeweils ohne Boden, die als Pflanzgefäße dienen sollen, versenkte ich in dafür ausgeschnittene Löcher im Flies. So wird die seitliche Ausdehnung der Wurzeln eingeschränkt, während von unten Nährstoffe und Wasser aus dem Erdreich bezogen werden können. Nun noch eine Schicht Splitt auf das Unkrautflies und die Bäumchen umgetopft.

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Später wird das Becken noch bis auf das Niveau der Terrasse mit einem grauen Schotter angefüllt und die Kübel sind verschwunden. Da dieser auch als Kiestraufe (Spritzschutz) um das Haus dienen soll, muss ich mich vorher aber noch um die Dachentwässerung kümmern. Als nächstes Projekt steht damit die Zisterne auf dem Plan.

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25. April (Terrasse)

22. Februar (Planung)

Seit Beginn des neuen Jahres wurde sich intensiv mit der Planung unserer Terrasse beschäftigt. Von Anfang an stand dabei fest, dass wir hier bei der Materialwahl auf Holz zurückgreifen möchten. Etwas erschlagen von der Fülle an einheimischen und exotischen Hölzern ging es deshalb vorab erst einmal an die Recherche, welche Holzart denn nun die für uns beste Wahl darstellt. Hier spielten Faktoren wie Härteklasse, Farbe/Aussehen und Preis eine primäre Rolle.

Schnell waren wir uns einig, dass die von uns gestellten Ansprüche nur mit einer tropischen Holzart zu realisieren sind. Neben dem Klassiker Bankirai erregten dabei auch die Sorten Massaranduba, Cumaru und Ipe unsere Aufmerksamkeit. Ipe war aufgrund des hohen Preises schnell wieder aus dem Rennen. Bankirai ist (zumindest laut einschlägiger Foren zum Thema Holzterrasse) durch die große Nachfrage der letzten Jahre nur noch selten in sehr guter Qualität erhältlich und erreicht auch nicht die Härte der anderen drei Hölzer. Sowohl Massaranduba als auch Cumaru wurden nun sehr genau unter die Lupe genommen. Auch wenn wir der natürlichen „Vergrauung“ des Holzes Ihren Lauf lassen wollen, war Jana Ersteres doch deutlich zu rot in der Färbung. Also fiel die finale Entscheidung zu Gunsten von Cumaru.

In der Ausführung haben wir uns für glatt gehobelte Dielen entschieden. So können wir ohne bzw. mit einem minimalen Gefälle arbeiten, es sammelt sich kein Schmutz in den Rillen und möchte man die Dielen nach Jahren aufarbeiten (schleifen), geht das problemlos. Das oft gehörte Argument, glatte Dielen sind bei Nässe sehr rutschig, stammt anscheinend von Menschen, welche ihre Terrasse bevorzugt bei Regen nutzen. 😉

Einen Nässe-Test haben wir natürlich trotzdem mit dem zur Verfügung gestellten Muster gemacht – da rutscht nix.

08. März (Erdarbeiten)

Terrasse_1In Vorbereitung auf die bereits Ende März anstehende Lieferung der Hölzer und des Kies` wurde das schöne Wetter dieses Wochenende für die ersten Erdarbeiten genutzt. Das teilweise bis zu 40cm abzutragende Erdreich auf 45qm in Handarbeit zu erledigen, ist eine schweißtreibende Angelegenheit. Aber ein Bagger kostet Geld, welches lieber in ein höherwertiges Material investiert wird.

Abgesehen davon, dass der intensive Umgang mit dem Spaten den gleichen positiven, gesundheitlichen Effekt hat wie diverse Besuche im Fitnessstudio. 😉

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Die zur Auflage der Holzunterkonstruktion angedachten 140 Gehwegplatten wurden ebenfalls schon vergangene Woche herangeschafft. Bei den vier Fahrten mit je fast 400kg Zuladung kam mein kleiner KIA ganz schön ins Schnaufen. Zum Glück sind es zum örtlichen Baustoffhändler Rothkegel nur wenige Kilometer.

29. März (Zeitnot)

Das sehr unbeständige Wetter der letzten Wochen und der unaufhaltsam näher rückende Termin zur Anlieferung von Kies und Splitt brachten uns nun doch ganz schön in Zeitnot. Deshalb wurde jede regenfreie Stunde nach der Arbeit und an den Wochenenden in die zukünftige Terrasse investiert.

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Terrasse_6So waren die Erdarbeiten dann auch am letzten Wochenende abgeschlossen und es konnte mit dem Setzen der Rasenkanten- steine begonnen werden.                           Diese dienen als Einfassung für Kies und Splitt um bei späteren Arbeiten um die Terrasse ein Austreten der Steine zu verhindern. Das könnte dann im schlimmsten Fall zu einer Absenkung der Konstruktion führen.

Für die Beschaffung der 22 Rasenkantensteine a 27kg und 12 Säcke Fertigbeton a 40kg wurde wieder der KIA missbraucht, und ich hoffe, dass diese Touren ohne Spätfolgen für Achse und Stoßdämper bleiben.

30. März (Hurra, hurra – der Kies ist da…)

Extra einen Urlaubstag für die Anlieferung von Kies und Terrassendielen geopfert, ließ ein Blick in den Himmel am Morgen nichts Gutes erahnen. Pünklich zum Eintreffen des ersten LKW schüttete es dann auch wie aus Kannen. Und als ob der Regen nicht genug wäre, peitschten uns Orkanböen feine Hagelkörner um die Ohren.

Terrasse_7Die nächste schlechte Nachricht bekamen wir vom LKW-Fahrer. Da die Lieferung auf Zugmaschine + Anhänger kam, konnte nur die Ladung des Anhängers direkt in die Baugrube gekippt werden. Aus Angst den LKW festzufahren, wurde aber auch der Hänger teilweise vorher entleert.                   So müssen gut 2/3 der insgesamt 16,5 Tonnen mit Schubkarre und Schaufel in die Grube befördert werden.

Aber den regelmäßigen Regenschauern zum Trotz waren Sohnemann und ich fleißig, und nach wenigen Stunden sah man doch schon deutlich die Früchte unserer Arbeit. Das Resultat zum Feierabend (Bild u.r.) kann sich durchaus sehen lassen. Auch die Sonne zeigte Bereitschaft zur Versöhnung und ließ sich am späten Nachmittag gelegentlich sehen.

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07. April (Unterkonstruktion)

Die für das Osterwochenende prognostizierten Regenschauer blieben glücklicherweise aus. So konnte es zügig mit den Arbeiten an der Terrasse vorangehen.

Der Freitag wurde dabei zum Verteilen des restlichen Kies genutzt, welcher am nächsten Tag mit einem Rüttler verdichtet wurde. Auch die ersten Schubkarren mit dem Splitt hatten am Abend bereits ihren finalen Bestimmungsort erreicht.

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Nach dem Besuch des Osterhasen ging es dann am Sonntag mit dem Einbringen des Splitt und der Ausrichtung der Gehwegplatten weiter.                                                                     Leider hatte sich hier ein Fehler bei der Berechnung der benötigten Anzahl eingeschlichen, und es müssen in der kommenden Woche 16 Platten nachgekauft werden.

Terrasse_12Am Montag schließlich wurden dann die ersten Konstruktionshölzer ausgerichtet und miteinander verschraubt.      Gummigranulat-Pads dienen dabei als Unterlage zwischen Holz und Stein.          Und man muss zugeben, so langsam sieht es doch schon nach Terrasse  aus. 🙂            Spielt das Wetter mit, kann am nächsten Wochenende mit der Verschraubung der Dielen begonnen werden.

18. April (Dielen)

Terrasse_13Fleißig ging es in den vergangenen Tagen mit unserem Terrassenprojekt weiter.       Die Dielen sind fast alle verlegt und verschraubt. Das Bild rechts ist noch vom letzten Sonntag. 🙂 Am kommenden Wochenende wird sich um einen sauberen Abschluss an den Seiten gekümmert, die Dielen auf Lange geschnitten und die Fallrohre der Dachrinne ausgespart. Hoffentlich bleibt das Wetter so toll.

25. April (Fertigstellung)

Sieben Wochen nach dem ersten Spatenstich ist das Werk vollbracht. Nun blicken wir hoffentlich vielen geselligen und entspannenden Momenten auf unserer Holzterrasse entgegen.

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Mit neuen Bildern und Berichten zur noch anstehenden Einfassung und Begrünung halten wir euch selbstverständlich auf dem Laufenden.

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